HANNA RADEK

Zu fotografieren ist wie eine Leidenschaft und Sucht zugleich. Am meisten faszinieren mich Geschichten aus der Welt, die ich meist in Serien dokumentiere.

Dazu zählen unter anderem "Lag Baomer", ein jüdisches Fest, das ich im Mai 2019 in Mea Sharim, einem ultra-orthodoxen Viertel Jerusalems fotografiert habe. Auch dazu zählen die Obdachlosen in El Salvador im Jahr 2007, mit denen ich ein ganzes Jahr als Freiwillige verbrachte. Aber auch die Leere in der Sperrzone Chernobyls beeindruckten mich. Ebenso schaffen es die Charakterzüge San Franciscos, Barcelonas und anderer Städte mich in ihren Bann zu ziehen. Mit meinen Bildern zeige ich meine Welt und gleichzeitig sauge ich die der anderen in mich auf. Ich bin ein großer Fan von Josef Koudelka, Harry Gruyaert, als auch Cebos Nalcaklan. Fotografie ist eine Kunst, die man nie zu Ende lernen kann, die mich gefesselt hat als ich gerade einmal 15 Jahre alt war, nämlich als mir mein Vater seine Minolta XD5 in die Hände drückte und mich in die Straßen schickte. Über Jahre fotografierte ich auf Film und entwickelte meine Bilder selbst, mittlerweile fotografiere ich ausschließlich digital, meistens mit meiner Fuji XT2 und seit neuestem mit der Rico III. Es ist schön in unsere Welt einzutauchen und sich in ihr zu verlieren und immer wieder neu zu (er)finden.

MUNICH
SAN SALVADOR
CHERNOBYL EXCLUSION ZONE
SAN FRANCISCO FACES
LAG BAOMER JERUSALEM
BARCELONA